| Die
Geschichte der Strickmaschine: |
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Fast 300 Jahre vor der ersten Stickmaschine,
1588 entwickelte der Geistliche William Lee den ersten Hand-
wirkstuhl, um seiner Frau die Heimarbeit zu erleichtern. Er baute mit primitivsten Mitteln
eine Maschine, die 600 Maschen in der Minute herstellte. Dies war der Grundstein der
mechanischen Strickmaschinen.
1856 erfand der Engländer Townsend die Zungennadeln, die den bei
den Spitznadeln notwendigen Preßvorgang überflüssig machten und damit den Arbeitsablauf
vereinfachten.
1857 läßt sich A. Eisenstuck eine
Spitznadelwirkmaschine mit zwei dachförmig angeordneten Nadelbetten patentieren.
1863 baut William Lamb die erste gebrauchstüchtige Flachstrick- maschine, deren
Grundprinzip bis heute beibehalten wurde.
Er verbesserte die Schloßkonstruktion der Eisenstuck-Maschine und benutzte
Zungennadeln. |
| Strickmaschine
von W. Lamb, 1863, Amerika |
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1865 verbesserte Lamb seine Maschinen mit drei weiteren
Patenten. Er bewältigte 30 Strickarten und erzielte eine maximale Leistung von bis zu
4000 Maschen pro Minute. 1867 erwarb Henri
Eduard Dubied auf der Weltausstellung in Paris
die Patente von William Lamb.
Noch im selben Jahr brachten die
Dubied - Werke eine nochmals verbesserte Maschine heraus, die für jene Epoche ein
Wunderwerk der Technik darstellte.
1870-80 bauten in Deutschland
Laue und Timaeus die ersten Strickmaschinen nach dem System Lamb. |
| Strickmaschine
von Dubied, 1867, Schweiz |
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1885-90 kamen die ersten Jacquard Maschinen auf
den Markt. Das Auswählen der Nadeln erfolgte über gestanzte Jacquard-Karten. Es wurde
zuerst der von der Firma Grosser erfundene "Hebejacquard" oder der etwas später
eingeführte "Schiebejacquard" verwendet. In diesem Zeitraum kamen auch die ersten,
durch Transmission angetriebenen Flachstrickmaschinen zum Einsatz.
Es waren einfache Maschinen bei denen die Umstellung von einer Arbeit zur anderen
sowie das Erweitern und Mindern noch Hand- arbeit waren. |
Jacquard
Strickmaschine von Grosser,
1880, Deutschland |
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1886 konstruierte der Techniker Albin Beyer die
erste automatische Flachstrickmaschine. Ihm gelang es das Problem des selbständigen
Minderns und Zunehmens zu lösen. Die Firma Seyfert & Donner übernahm die Patente und
produzierte eine selbsttätige Minderstrickmaschine mit mehreren Arbeitsköpfen.
1891 war ein bedeutendes Jahr im Flachstrickmaschinenbau. Heinrich Stoll
baute die erste wirklich brauchbare, gut funktionierende Links / Links
Flachstrickmaschine. Durch die geniale Kombination von Platinen, Schloßmechanismen und
Doppelzungennadeln war ein reibungsloses und rationelles Arbeiten möglich. Auf der
Weltausstellung 1893 in Chicago wurde diese Maschine der Öffentlichkeit vorgestellt.
1893 gelang Henri I. Edouard Dubied eine entscheidende Verbesserung. Er
ersetzte die sogenannten "Messer", also die Stahlzungenöffner für die Nadeln
durch Roßhaarbürsten.
Ebenfalls von der Firma Dubied wurde das erste kombinierte Fangschlauchschloß
entwickelt, was zur ersten universell einsetz- baren Strickmaschine führte.
um 1912 kam der erste pappkartengesteuerte Strickautomat auf
den Markt. |
Transmissonsgetriebene
Flachstrickmaschine
von Stoll, 1891, Deutschland |